DIGITALE BETRIEBSARTEN

Oder: DIGIMODE

Den Computer als Hilfe beim Amateurfunk einzusetzen, liegt schon seit langer Zeit auf der Hand.

Kaum vorstellbar, im Shack auf dies zu verzichten. Schon wegen den vielen Informationen rund um unser Hobby, die wir im www finden.

Aber auch um so genannte „digitale Modulationsarten“ wie PSK31, RTTY, SSTV, und all die Digimode, die es gibt, zu betreiben.

Gros in Mode gekommen ist in letzter Zeit JT-65. Eigentlich entwickelt, um EME (Erde-Mond-Erde) Verbindungen zu machen. Aber es hat sich auch auf Kurzwelle bestens bewährt.

In der Regel setzt der Betrieb solcher Digimodes spezielle Hard- & Software voraus, wobei letzteres meist kostenlos im Internet zu finden sind. Die Hardware besteht aus einem Interface. Dies ist mit einer seriellen Schnittstelle oder via USB-Kabel mit dem PC verbunden und verwaltet primär die Sendertastung  am Funkgerät. Schliesslich wird auch bei den Digimode gesendet und empfangen. Diese Steuerung übernimmt das Interface.

Das Programm generiert die Töne (Analog) die von der Soundcard an das Funkgerät übertragen werden. Auch die vom Empfänger kommenden Audiosignale (Ton) werden an den Computer übertragen. Wir nutzen den Mikrofon oder Line-in Anschluss am PC sowie den Speaker Ausgang.

Das Tonsignal vom Funkgerät können wir vom Kopfhörer-anschluss abnehmen und am PC zum Mikrofoneingang übertragen. Das Sendesignal, also die Modulation (Ton), das die Software generiert, nehmen wir vom Lautsprecheranschluss des PC  und führen dies (via Interface) dem Mikrofonanschluss beim Transceiver an. Am selben Anschluss (Mikrofon Funkgerät) ist auch die PTT-Tastung zum senden.

Es gibt auch bei vielen Funkgeräten spezielle Stecker an der Rückseite, um das Interface anzuschliessen. Mein Gerät verfügt zwar über solche Anschlüsse, aber trotzdem nutze ich den Mikrofoneingang. So habe ich die Möglichkeit, mit den s.g. „Mic-gain“ die Lautstärke der Modulation selber einzustellen und das somit das Tonsignal nicht übermoduliert wird.
Wichtig ist die ALC zu überwachen. Nicht das sonst zuviel Audio im HF Signal ist!

Wäre der gesendete Ton zu laut, würde die Steuerelektronik am Funkgerät selber eingreifen. Das nennt sich ALC, Automatik Level Control. Ich will aber dies Steuerung lieber selber überwachen.

Dazu nutze ich ein Interface vom Hersteller RIGblaster, Modell nomic. Nomic, weil am Funkgerät dann kein Mikrofon angeschlossen ist während man Digimode betreibt.

Wichtige Voraussetzung ist die richtige Konfiguration des verwendeten Computerprogramms. Also auf welchen USB-Anschluss zugegriffen werden soll und welche Soundcard verwendet wird.

Die Lautstärkenpegel müssen auch penibel genau justiert werden, dazu gibt es in den Computerprogrammen aber Hilfsmittel.

Viele Programme machen das empfangene Tonsignal auf dem Bildschirm sichtbar. Meist in Form einer so genannten „Wasserfallanzeige“ oder eines „Spektrogramms“

Das hat den Vorteil, dass man das Tonsignal auch auf dem Bildschirm sieht. Denn das ist teilweise sehr wichtig um auf der selben Tonhöhe wie unsere Gegenstation zu arbeiten.
(wichtig bei PSK31, RTTY und anderen Digimode)

Neu ist der Mode FT8. Das geht extrem gut. Mit 50W nach Australien ist kein Problem.
Ich mache ja wenige Digimode QSO, aber als ich FT8 probierte, war die QSO Rate bei fas 20 QSO pro Std….