QRO-BETRIEB

QRO, das heist senden mit viel Leistung

Sollten die Ausbreitungsbedingungen mal schlecht sein und man möchte doch DX haben, so kommt man, wenn man Erfolg haben will, an einen Leistungsverstärker nicht vorbei.

Das selbe gilt für erfolgreich Pile-Up’s zu knacken. Mit 100- oder 200W ist man gegen die Konkurenz halt einfach zu leise, vor allem wenn die Station in Übersee (DX) ist. Auch wenn die Conds / Condx schlecht sind bringt es so ein Leistungsbooster.

Manchmal aber genügen auch 1000 oder 1500 Watt nicht, dass man gehört wird. Ich habe schon oft über eine Stunde lang versucht, QSO zu bekommen. Erfolglos. Dann höre ich dann  auf weil es sonst zum Frust wird….hahaha

Ich habe in meiner Station zwei Röhren PA’s.

  • Die eine ist eine ACOM 1000 mit einer GU-74. Bringt locker ein Kilowatt.
    Legal Limit hier in HB 🙂
  • Die zweite ist eine ALPHA PA77 mit einer 3CX1500A7 / 8877! Die ist sehr Rar und war damals ungeheuer teuer…Das besste aus den USA
    Die 77er bringt bis zu 1500Watt HF Power!

Aber die PA77 heizt mein Shacke so dermassen auf, da wird es einem auch im Winter viel zu heiss in der Funkerbude…Vom Sommer nicht zu sprechen….
Dazu hat auch der FI-Schutzschalter mit 10A keine Freude. Zu gerne springt dieser dann raus.

Der Vorteil an Röhren PA sind die „günstigeren“ Anschaffungskosten des Verstärkers.

Eine Solide-State (Transistor PA) mit dem selben Power kostet gut und gerne 5000.-

Der Nachteil der Röhrenverstärker ist der Verschleiss der TUBE. Irgendwann muss sie halt ausgetauscht werden. Die GU-74 aus Russland bekommt man relativ Preiswert.
Eine 8877 hingegen kostet sehr viel Kohle…..Vor allem die Originale aus den USA.

Seit ich mit QRO arbeiten kann, ist meine DX Rate massiv angestiegen. Man sagt zwar, dass man mit einer PA nicht besser hören kann. Das stimmt. Aber man wird besser gehört und somit bekommt man dann eher Antwort als wenn man mit zu leisen Signalen versucht, QSO zu bekommen. Fazit: Mit einer PA hört man halt doch besser, bzw. man hört mehr.

Nur aber zieht es einiges nach sich, wenn man eine PA betreibt. Die Koaxialkabel müssen der Leistung Stand halten und tip-top verlötete oder gecrimmte Anschlusstecker haben. Die Antenne sollte auch der Leistung standhalten können sowie der Balun und allenfalls der Antennentuner.

Seit ich mit so viel Leistung funken kann, musste ich eine neue Antenne für Kurzwelle installieren. Ich entschied mich für eine Windom, 43 m lang. Natürlich selbst gebaut.

Diese habe ich erweitert für das 30m Band, da die „normale“ Windom dort nicht brauchbar ist.
Einfach einen strahlungsgekoppelten 15m langen zweiten Dipol in etwa 25cm Abstand zum erregten Dipol montiert. Geht auch auf dem 15m Band, beide aber mit SWR zwischen 1.5 bis 2.
Das ist absolut gut genug weil erstens mein TRX einen eingebauten Tuner hat und zweitens
der Tankkreis der Röhren-PA ein SWR von bis zu 3 anpassen kann. Fragen?

Das Leben ist zu kurz für QRP